NEUE GESELLSCHAFT

Gesellschaft und Kunst

scuolaIn Montopoli in Valdarno haben sich im Ortsteil von „Capanne“ die kommunale Verwaltung, Beigeordnete, Stadtbewohner und Fachleute verschiedener Sparten zusammengetan, um das Projekt einer neuen Vorschule zum Dienst der ganzen Gemeinschaft zu vollenden: eine innovative Piloterfahrung, die Große und Kleine mit Enthusiasmus einbezogen hat und die dank der Aufgabenteilung eine Neuigkeit in der Leistung der Arbeiten darstellt.


Paolo Balduzzi - Rom

Giovanni Boccaccio nannte sie im Hinblick auf ihre mächtigen Festungsanlagen „vortreffliche Festung“.
Zwei Mäuse im Wappen der Stadt erinnern an jenen „Mous Teupale“ (Berg der Maulwürfe), von dem das Städtchen wohl seinen Namen erhielt. Mit seiner antiken Geschichte, einer jahrhundertealten Tradition und etruskischer Vergangenheit, bezeugt durch Ausgrabungen, stellt Montopoli in Valdamo einen Steinwurf entfernt von der toskanischen Küste einen der interessantesten geschichtlich-kulturellen Gipfel in der Umgebung von Pisa dar.

Die einfachen, leutseligen und fleißigen Menschen haben ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer regen Gemeinde, die ihre Geschichte als starken Pluspunkt betrachtet, ohne die stets neuen Möglichkeiten zu übersehen, die der Lauf der Entwicklung ihren Einwohnern bietet.
Von der Entwicklung des Ortsteils „Capanne“ weiß man seit Ende des vergangenen Jahrhunderts, als der Markgraf Guiseppe Oranio Pucci durch die Erbauung der Kapelle und die Vergrößerung des väterlichen Hauses wie von selbst das Wachstum der Zone anregte.

Aus dieser Zeit erhalten ist das bemerkenswerte Oratorium von San Vincenzo Ferreri von 1827, sowie die dazugehörige Familienvilla der vornehmen Florentinerinnen.
Heute wie damals bewirkt der Weitblick der Menschen in Capanne eine Verbesserung der Lebensqualität aller Einwohner durch „historische“ Ereignisse.

Der 24.April 2009 zeugt davon, als die neue Vorschule eingeweiht wurde, die den Namen von Mons. Enzo Terreni erhielt. Dieser war über 60 Jahre lang unermüdlich Pfarrer in Capanne. Man erinnert sich an zahlreiche initiatorische Unternehmungen zur Unterstützung seiner Pfarrkinder und an seine Fähigkeit, freundschaftliche Beziehungen mit der ganzen Einwohnerschaft zu pflegen, Gläubigen ebenso wie Nichtglaubenden, und mit den unterschiedlichen Kommunalverwaltungen, die im Laufe seiner Zeit aufeinander folgten, so dass der Konsens über die Namensgebung einstimmig war. Seit diesem Jahr dient die Schule einem ganzen Schuljahrgang.

Eigentlich gibt es nichts Normales für eine Kommunalverwaltung, als Einweihungen vorzunehmen und die Erbauung von für das Gemeinwesen notwendigen Gebäuden vorzusehen, aber in Capanne ist etwas anderes geschehen. Ihr Bürgermeister, Alessandra Vivaldi, erzählt: Die Schule ist nun fertiggestellt. Sie ist zweckmäßig, modern, im Grünen und bleibt ein Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung von Werken von öffentlichem Interesse.

Die Stärke der Verwaltung bestand in einer langfristigen Investition in die vorhersehbaren Erfordernisse einer immer größer werdenden Zahl von Vorschulkindern aufgrund des anzunehmenden Wachstums der Bevölkerung von Capanne.
Schule ist ein Ort des Lernens und der Beziehungen zwischen den Kindern und mit den Lehrern. Diese erzieherischen Erfordernisse hatte man vor Augen. Ebenso war man sich dessen bewusst, dass eine gesunde und den Kleinsten zugedachte  Umgebung positive Auswirkungen auf das gesamte Leben der Gemeinde und ihrer Familien hätte.
Daher wurde seit 2003 das Projekt Vorschule nicht nur von der Kommune, sondern auch von Ämtern, Kaufleuten, Vereinen und einfachen Einwohnern in Angriff genommen. Die Schule ist das Ergebnis einer Arbeitsteilung, die die Stadtbewohner zu Vorreitern macht.

Vor allem die Kleinsten sind die wahren Akteure, erinnert Ingenieur Augusto Bottai: „Eine wachsende Gemeinde muss an die Gegenwart und Zukunft der eigenen Kinder denken. Sie muss einen Ort anbieten, an dem die Architektur, die angenehme Umgebung, die Bildungseinrichtungen sorgfältig gewählt wurden  und so der neuen Generation Bildung schmackhaft machen, Kreativität wecken und die Fähigkeiten der Kleinen ins Licht stellen. Das ist sicher die beste Investition, die Gemeinde und Sponsor tätigen können, um den Erfordernissen der Bevölkerung bestens gerecht zu werden.“

Ingenieur Bottai erinnerte bei der Einweihung daran, „dass jeder Stadtteil eine eigene soziale Prägung hat und dass die kleinen Schüler bestimmt nicht in der Lage sind, selbständig von der Schule nach Hause zu kommen und umgekehrt. Um den Familien einen Dienst zu erweisen, wurde ein sehr günstiger Standort gewählt an einem zugänglichen Ort, der allen Familien von Capanne zugute kommt.“

Das Ergebnis: 1287 Quadratmeter mit einem Gebäude, das von einer großzügigen Grünfläche für Sport im Freien umgeben ist. Die vier Abteilungen, die bis zu 120 Kinder aufnehmen können, sind durch eine je unterschiedliche Pastellfarbe gekennzeichnet. Das Gebäude ist energiesparend und hat eine Photovoltaikanlage, die Strom und warmes Wasser erzeugt. Die Umgebung ist kindgerecht, hat keine vorspringenden Mauerteile.
Die technischen Räume sind getrennt von Räumen, die die Kinder nutzen. Das garantiert eine größere Sicherheit und berücksichtigt auch die Lärmbelästigung, die solche Einrichtungen im allgemeinen bedeuten.
Roberto Cipollone, ein Bildhauer aus den Abruzzen, der seit Jahren auf den Hügeln der Toskana in der Nähe von Florenz lebt, hat dazu beigetragen, den Rahmen für die didaktischen Aktivitäten angenehmer zu machen.

„Ich wurde eingeladen, bei diesem Projekt des Capannesischen Kulturvereins mitzumachen. Dieser ist sehr aktiv in der Stadt bei allen sozialen und gesellschaftlichen Belange. Es ging uns um die Kleinsten. Ich habe Bullaugen in Zement geschaffen, in Farbe, (die ich normalerweise nicht benutze, aber in diesem Fall schien es mir richtig, der Sensibilität der Kleinen entgegenzukommen.)
Sie haben den in allen Kompositionen angedeuteten Sinn der Aneignung, ein erzieherischer Faktor für die Kinder.
Wir haben während der Einweihung gesehen, wie die Kinder in den Augen abtauchten, im Innern einer sehr angenehmen Struktur, die auch dem ganzen Städtchen Glanz verleiht. Interessant ist auch die Außenanlage, der bis ins Einzelne durchdachte Parkplatz. Aber das, was mich noch mehr berührt hat, war die lebhafte Anteilnahme des Architekten und der Menschen. Alle waren wirklich zufrieden. Bis hin zur Montage der Einrichtungen war stets jemand zur Stelle, der sich zur Verfügung stellte, um zu helfen, falls jemand gebraucht wurde.
Ich denke, dass diese Vorschule „Enzo Terreni“ ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Bürgern ist. Die Bedürfnisse der Ortsbewohner wurden wirklich erfüllt.
Es ist das Vorspiel eines Entwicklungstyps und gibt Capanne ein anderes Gesicht.
Dank der Aufgabenteilung stellt (dieses Beispiel) eine Besonderheit der Arbeitsbedingungen dar.“

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