NEUE GESELLSCHAFT

Gesellschaft und Kunst

TorontoDie Kommunität von Toronto schreibt, wie sie sich in einer kosmopolitischen Stadt voller Anziehungskraft für die weltweite Geschwisterlichkeit einsetzt. Dort, wo man so vielen Völkern und Kulturen begegnet, möchten sie der Stadt ein neues „Herz“ schenken.

Von Norma Angel und Mary Laframboise – Kanada

Toronto zählt vielleicht mit zu den bekanntesten Städten der Welt. Als kosmopolitischer Kristallisationspunkt und Wirtschaftsmotor Kanadas. Als eine der faszinierenden Städte des nordamerikanischen Landes erstreckt sie sich 46 km entlang am Ontariosee. Bei einem Besuch bietet sich jedem ein atemberaubendes Panorama an. Toronto ist wirklich eine internationale Stadt. Ihr Notruf (911) z.B. antwortet in 150 verschiedenen Sprachen.

„Tkaronto“, der irische Originalname der Stadt, bedeutet: „Ort, an dem die Bäume im Wasser stehen“. Außerdem erfuhren wir, dass er im Original Dorf heißt, und dass lässt uns glauben, dass unserer Stadt eine große Herausforderung bevor steht: nämlich das multikulturellste Dorf der Welt zu sein.

Auf Grund ihrer Größe und durch die Verschiedenartigkeit ihrer Bewohner braucht Toronto die Begegnung seiner Bewohner sowie die Beziehung unter den verschiedenen kulturellen und sprachlichen Gruppen. Gegenseitiges Kennen lernen und Achtung voreinander könnten sich positiv auf eine Zusammenarbeit für das Gemeinwohl auswirken. Es gibt bereits viele, die in der Stadt an eine Geschwisterlichkeit glauben. Man wird bereits darauf aufmerksam. Aber es braucht einen aktiven Vorschlag, um dieser Gemeinschaft ein „Herz“ zu geben.

Nach längerer Überlegung, wie diese Sicht Einfluss nehmen könnte, trugen wir - gemeinsam mit den Jugendlichen – dem Bürgermeister und dem Stadtrat unsere Ideen vor. Hier nur einige Beispiele:

Eine Serie von Slogans auf öffentlichen Plakaten könnte die Bürger zum Kennen lernen und zur Geschwisterlichkeit animieren bei ihrer Fahrt im Bus oder in der U-Bahn. “Schenke ein Lächeln, und du bekommst eines zurück.“ Wenn du dich in deinem Herzen und Denken von Vorurteilen befreist, dann kannst du den anderen wirklich kennen lernen“. Weitere: „Medizin fürs Herz: sich entschuldigen, verzeihen, etwas wieder gut machen“ oder „Schaue auf den anderen mit den Augen von heute!“

Außerdem schlugen wir eine Fotoserie über jede der ethnischen Gruppe vor mit dem Text: „Du bist wunderschön!“; sie schließt mit einem Foto von Kindern aller Gruppen, unter dem zu lesen ist: „Alle zusammen sind wir schön!“

Vor einigen Jahren lud der Interreligiöse Rat von Toronto ein, sich konkret für die Stärkung von Gemeinschaftsgefühl einzusetzen. Sie ermutigten dazu, die eigenen Nachbarn zu besuchen, besonders diejenigen, die man noch nicht kennt, sowie durch gemeinsame Momente beim Kaffee, Mittagessen oder beim Austausch über die sportlichen Aktivitäten, oder den Einsatz für Menschen am Rand der Gesellschaft.

Ein weiterer Einsatz gilt dem erzieherischen Aspekt durch ein Projekt, das den Kindern einer Grundschule helfen soll, den Sinn für Gemeinschaft zu entwickeln…
In der Schule St. Jerome in Weston dauerte die Durchführung dreieinhalb Jahre. Am Ende erhielt sie die Auszeichnung „Practice Award“ von Torontos Catholic District School Board sowie positives Interesse seitens des Erziehungsministeriums.

Das Projekt ermuntert die Kinder, sich mit den andern zu vertragen, indem sie den „Würfel der Liebe“ als täglichen Kompass benutzen. Am Ende des Tages tauschen sich die Schüler ihre „guten Nachrichten“ vom Schulalltag aus. Dabei fällt auf, wie Respekt, Freundschaft und gegenseitige Aufmerksamkeit ständig zunehmen, sogar bei sportlichen Aktivitäten.

Durch dieses Verhalten entwickelt sich das Leben der ganzen Gemeinschaft zum Besseren hin und eröffnet auch für die Zukunft ständig neue Möglichkeiten.

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