NEUE GESELLSCHAFT

Sozialethik

71_filippineDie Kommunität von Cebu in den Philippinen berichtet von ihren Bemühungen, die seit einigen Jahren in Gang sind, um die Stadt von der Wunde des Drogenhandels zu befreien: Kulturelle Angebote, Präventionsarbeit, Monitorüberwachung des Schmuggels: alles in Zusammenarbeit mit den Institutionen.

Kommunität von Cebu-Philippinen

Cebu ist eine von 7107 Inseln der Philippinen. Einwohnerzahl: über 3 Millionen. Die Hauptstadt gleichen Namens ist eins der am besten entwickelten Zentren des Landes, gleich nach Manila.

In der zweiten Hälfte der 60er Jahre kam das Ideal der Geschwisterlichkeit dort an, heute gibt es eine sehr große Kommunität dort. Ihr Kennzeichen ist die außergewöhnliche Fröhlichkeit, die so typisch für dieses Volk ist.

Gerade in Cebu nimmt diese Gemeinschaft den Kampf mit einer der gefährlichsten Wunden dieser Stadt auf, dem Rauschgifthandel; durch Korruption und Verfilzung der Drogenbosse mit den politischen Institutionen nimmt er ja Einfluss auf das politische System.

Der Drogenkonsum ist sehr verbreitet in unserem Land. Ein breites kriminelles Netzwerk profitiert von Armut und Unwissenheit, um Jugendliche und leider auch Kinder zum Konsum von Rauschmitteln zu verlocken. Es gibt etwa 1,8 Millionen Rauschgiftsüchtige, nur 5.000 sind in den Rehabilitationszentren. Wenn man bedenkt, dass 60% der Süchtigen des Landes zur Gruppe der jugendlichen Armen gehört, kann man sich rasch denken, dass der größte Teil von ihnen seinem Schicksal überlassen wird.

Genau aus diesem Grund ist seit einigen Jahren die Vereinigung Kamatuoran (Ki) zum Kampf gegen den Drogenhandel entstanden.
Sie stellt einen Sammelpunkt der Bemühungen städtischer Gemeinschaften dar, die sich spontan zusammengetan haben, um zur Lösung des Problems beizutragen. Sie ist parteienunabhängig.
Ki organisiert Drogenseminare, um in den Jugendlichen das Bewusstsein für die Gefährlichkeit dieser Substanzen zu schärfen.

Seit 2002 hat Ki mehr als 100 Begegnungen mit SchülerInnen, Pfarrgruppen oder Ordensleiten und mit anderen Laienorganisationen der Stadt ermöglicht.
Ki führt weiter, was andere Vereinigungen schon seit Jahren auf den Weg bringen.
Es sind lebendige Organisationen vor Ort. Die Zusammenarbeit wirkt sich über ihre begrenzten Ressourcen hinaus segensreich auf sie aus. So gewinnt man eine bessere Voraussetzung zu wirksamen Maßnahmen der Antidrogenpolitik.

Der Nationale Rat zur Drogenmissbrauchsprävention entstand auf Initiative des Erzbischofs von Cebu, Kardinal Ricardo J. Vidal, zur Erschließung der Kräfte auf diesem Feld, um die Menschen von dieser so verbreiteten Wunde zu heilen. Mit Ki wollten wir bei den Projekten des Konsulats mitarbeiten und Kampagnen zur Erziehung und Prävention bei den Jugendlichen realisieren und das Netz der Kirche vor Ort
unterstützen, das schon sehr aktiv war.

Die Vereinigung Ki zeichnet sich darüber hinaus durch „kulturelle“ Aufmerksamkeit und Bildung als Hauptmodule der Prävention aus. Ihre Drogenabwehrstrategie bringt sie zur Zusammenarbeit mit den Erzdiözesen bringt zu Wertschätzung von Religion und Volkstradition, kultureller und künstlerischer Unterhaltung und der Teilnahme an workchops, die der Bevölkerung klar machen, wie Drogenmissbrauch Familie und Gesellschaft gleichermaßen ruinieren.

Darüber hinaus arbeiten wir mit den Institutionen zur Monitorüberwachung des illegalen Drogenhandels zusammen. Vor nicht ganz einem Jahr wurde eine enorme Menge Drogen in den Hafen von Cebu gebracht.

Dank der durch Ki initiierten Monitorüberwachung konnte man den Handel ans Licht bringen, die Verantwortlichen dingfest machen und von den Regierungsbeauftragten und der Antidrogenagentur nachdrücklich eine legale und nicht korrupte Zusammenarbeit fördern.

Der Weg ist sehr steil, weil wir auf enorme Schwierigkeiten stoßen.
Aber wir wollen ihn weitergehen in der Sicherheit, die Philippinen von dieser modernen Sklaverei zu befreien.

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